Meine Erlebnisse und hoffentlich Abenteuer möchte ich hier mit euch teilen, und außerdem natürlich gerne in Kontakt bleiben!
Über Kommentare freue ich mich immer und versuche auch, zu antworten!





Tuesday, November 23, 2010

Durchziehende Wolke :)


Hihi :)


Kleine Frostbeule! Der Noir würde sich freuen...


Die Uhrzeit? 8:50 Uhr. Am Morgen.







Nähme ich Flügel der Morgenröte...

Irgendwer neidisch? :)

Riding in a Winterwonderland

Die Zeit vergeht und es wird Weihnachten! In unserem Hotel wurde die Weihnachtsdeko hervorgekramt und es ist sehr gemütlich dekoriert. Dass es erst Mitte November ist, stört außer Dani und mir irgendwie niemanden, allerdings gibt es am Samstag den berüchtigten ersten "christmas table", eine Büffet, zu dem etwa 30 Leute erwartet werden. Das Büffet findet an jedem Adventswochenende statt, und da wollte man die Deko natürlich vorher angebracht haben. Es werden auch schon seit etwa anderthalb Wochen fleißig Kekse gebacken, aber ich bin noch gar nicht in Stimmung dafür. Irgendwie ist das noch zu früh!

Ich habe einen Erfolg auf anderer Linie zu verzeichnen - ich habe mein erstes Hufeisen auf einen Huf genagelt! Das war schon ein Erlebnis und ich hoffe, ich lerne da noch mehr drüber.

Heute war ich dabei, als Carro das erste Mal ein Jungpferd geritten hat. Die jungen Pferde werden an den Handpferdgurt eines anderen Pferdes geschnallt, das wiederum das Handpferd eines Führpferdes ist. Ich saß auf dem Führpferd und war quasi der Führer (haha), denn Carro hatte zwar Zügel, die aber in ein Knotenhalfter eingehakt waren und damit keinerlei Einwirkung auf das Pferd geben. Da die aber sowieso noch keine Hilfen kennen, ist es auch egal. Zum Glück war Viðja aber total gechillt, sodass die kleine Runde sogar mit ein bisschen Trab bzw. Tölt aufgepeppt werden konnte! Ist schon was besonderes, und viel Verantwortung. Wenn das junge Pferd anfängt zu rennen und das mittlere Pgferd mitgeht, muss ich so gut festhalten, dass mir der Zügel nicht aus der Hand rutscht und ich beide bremsen kann.
Dazu ein passendes Zitat, mit dem ich auf diese Aufgabe vorbereitet wurde: "My life is in your hands. No matter what happens, you never let go of the handhorse. If you let go, I will be stuck on the horse until I fall off."
Zum Glück hat sich das (sehr, sehr niedliche!) Stütchen dazu entschieden, ein gutes Gesicht zum blöden Spiel zu machen, immerhin fängt jetzt für sie der Ernst des Lebens an! Carro war ganz glücklich und hat sogar ein bisschen freudig geguckt, und ich war ganz glücklich, als wir wieder sicher im Stall waren und ich meinen Sold erfüllt hatte!

Die Natur ist momentan unglaublich, da die Luft sehr feucht war, ist das Wasser über Nacht in weißen Eiskristallen an wirklich allem festgefroren (auch an den Pferden), und es ist ein Winterwunderland entstanden, das seinesgleichen sucht! Besonders im goldenen Licht des Sonnenaufgangs ist es schwer, dieser Natur nicht total zu verfallen. Da treten sogar ignorante Touris in den Hintergrund. Da es so wunderschön ist und uns dabei sogar noch blauer Himmer erfreut, hatte unser Chef die Idee, dass es doch eine gute Idee wäre, jetzt die Fotos für die Weihnachtskarten aufzunehmen. Also mit fünf Leuten auf die Pferde (die mit einem Metallstriegel und einer Wurzelbürste auf Hochglanz geschrubbt wurden) und im Pulk im Tölt über die Ovalbahn! Es war sehr amüsant, mal sehen, welches Foto für die Karten ausgesucht werden. Bin gespannt!

Das war erstmal das Neueste, es tut mir Leid, dass so wenig Fotos kommen, aber das Programm meint es nicht gut mit mir und treibt mich regelmäßig in einen Wutausbruch, da aber auch wirklich gar nichts funktioniert. Das ist sehr frustrierend und bringt trotzdem nichts. Ich werde mal versuchen, ein externes Fotoalbum anzulegen.

Beste Grüße, eure Julia

Sunday, November 14, 2010

Leises Lüftchen

Wind ist, wenn...

...man sich am Sattel festhält, um auf dem Pferd zu bleiben.
...man von einer Böe erfasst und auf die Straße geweht wird.
...man nicht atmen kann.
...man nicht gehen kann.
...man den Müll des Nachbarn auf seinem Grundstück findet.
...man beim Mülleimerausleeren fast vom Deckel des Containers erschlagen wird.
...der Sattelwagen los- und die Böschung runterfährt. Mit Sätteln.
...man den Sattelwagen kaum wieder hochschieben kann. Ohne Sättel.
...man sein eigenes Wort nicht mehr versteht.
...man trotz Stirnband das Meer in den Ohren rauschen hört.
...man das Lenkrad kaum festhalten kann.
...man die Pferdemähne beim Reiten im Mund hat.
...der Wellengang in den Wassertonnen so hoch ist, dass sie überschwappen.
...es den tollsten Sternenhimmel gibt, den man sich vorstellen kann.
...man ihn durch alle Lagen hindurch bis auf die Haut spürt.
...man nicht mehr sprechen kann, weil das Gesicht festfriert.
...man nicht mehr schreiben kann, weil die Finger so steif werden. Ungünstig beim Abkassieren.
...man lustige Töne erzeugen kann, je nachdem, wie weit man den Mund öffnet.
...unsere Leinen durchreißen und die Pferde weg sind.


Liebe ist, wenn...

...man es trotzdem macht.

Wednesday, November 10, 2010

Sauer!

Na toll, nachdem ich nun Fotos ausgesucht und hochgeladen habe, verarscht dieses Teil mich wieder nur und es ist leider nur ein Foto übriggeblieben. Für mehr ist jetzt leider keine Zeit mehr, das Bett ruft! Es tut mir Leid, aber bald kommt mal wieder was.

Fotos


29 Jahre alter Silfri genießt auch die Sonne :) Das Pferd ist ne Lebensversicherung für Kinder!

Tuesday, November 9, 2010
















Mein kleines Pferdchen! Sein Name ist Bleikur und manchmal hat er Persönlichkeitsstörung :)


















Aber meistens ist er wirklich niedlich!
















Leider kommt gar nicht soo gut raus, wie schön golden sein Fell in der Sonne geglänzt hat... Und die Mähne erst! Ein Traum, ich sachs euch.






















Kleiner Racker :)

















Und so sieht das dann aus, wenn man munter vor sich hin reitet und immer diese beiden wunderbar plüschigen Ohren im Gesichtsfeld hat =)







So habe ich bei wundervollem Wetter meinen freien Tag genossen bin endlich mal wieder galoppiert. Herrlich! Da hüpft das Herz.
Grüße!

Thursday, November 4, 2010

Neuer Trick im Repertoire: Taxi fahren

Heute bin ich das erste Mal als Taxi durch Reykjavík gescheppert! Es galt, 40 Leute von der Jugendherberge abzuholen und auch dort wieder hinzubringen. Zuerst wurde mir der Weg ausführlichst erklärt und eine Straßenkarte mit auf den Weg gegeben (Navi ist hier nicht so angesehen; zum Glück bin ich das ja gewohnt! ;) ), dann durfte ich doch hinterherfahren. Zum Glück, denn die Abzweigung hätte ich vor lauter geradeaus garantiert verpasst. Hat dann aber doch alles geklappt, und so langsam aber sicher hat man Marker und erkennt auch mal ne Straße wieder. Obwohl natürlich die ganzen Schilder in der Landessprache gehalten sind.

Das Wetter ist wunderschön, es hat angefangen zu schneien und oben auf den Bergen ist alles weiß. Dabei kann man auf das Meer schauen! Es ist herrlich und die Straße nach Reykjavík ist wirklich lohnend zu fahren. Schön, mal hier rauszukommen und was zu sehen!

Jetzt geht es essen und dann ENDLICH mal wieder ins Schwimmbad.

Danach Pferde umtreiben.

Monday, November 1, 2010

Trouble, Trouble, Trouble

Manchmal passiert ja tagelang gar nichts, und dann alles auf einmal. Meine limettengrünen Gummistiefel wurden am nächsten Tag getauft, als ich beim Zaunbauen im Matsch des letzten der 6 Entwässerungsgräben, die ich durchklettert habe, stecken blieb und total grazil die Wand der Rinne geküsst hab. Ich kann sagen, die Gummistiefel sind dicht, auch, wenn Wasser drin ist.
Am Freitag war dann "High Life" hier; zuerst Lena und mein verzweifelter Versuch, Monty die Maus im Zimmer meiner Kolleginnen einzufangen (Danielles Meinung nach macht es die Namensgebung einfacher, das Zimmer mit ihm zu teilen), der es sich anscheinend seit Tagen dort bequem gemacht und sich durch ein zu aufmüpfiges Rascheln im Schokipapier bemerkbar gemacht hatte. Wir waren ein paar Mal seehr nah dran, und ich konnte vor Lachen nicht mehr, als wir uns wie bekloppt auf dem Boden und unter dem Bett gewälzt haben, um den kleinen Racker in den Schuhkarton zu sperren. Die Soundeffekte waren vor der Tür, wo Dani wartete, wohl auch ziemlich spektakulär. Zahlreiche blaue Flecken auf den Knien erinnern uns noch an dieses Ereignis. Das Zimmer sah aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte. Wörtlich.
Dann ereilte uns abends der Schlag des Schicksals, als wir "mal eben" die Pferde noch auf eine andere Wiese umtreiben wollten. Wir raus, im Stockdunkeln (!), los gings, Pferde erstmal in Gang gesetzt, waren sie nicht mehr zu stoppen. Da ich leider im Dunkeln einen etwas falschen Weg eingeschlagen hatte und auf einmal etwas dumm vorm Zaun stand und in den Treckerfurchen umherstolperte, war mir leider völlig entgangen, dass die Pferde gar nicht mehr auf der Wiese waren, sondern alle 40, die dort etwa standen, fröhlich auf der Asphaltstraße hinterm Stall herrannten. Laut geflucht, losgerannt. Es folgte eine etwa anderthalbstündige Einfangaktion mit allen, die verfügbar waren (auch die Mädels aus Hveragerði mussten leider nochmal anreisen) und einiges Gerenne. Versucht mal, 10 schwarze kleine Pferde im Dunkeln zu finden. Sehr lustig. Sie hatten sich in einer Kleingruppe hinterm Hotel versteckt, fein säuberlich nach Farbe sortiert, die Dunklen nach außen. Da muss man trotz der verfahrenen Situation schonmal Grinsen. Natürlich auch, wenn die weißen Pferde größer sind als die schwarzen. Herzallerliebst, die Süßen!

Am Samstagabend war dann groß Abendessen in Reykjavík angesagt, Julia durfte den neuen silbernen umgebauten 8-Sitzer-Bulli fahren! Nach Reykjavík. Nach kurzer Blamage an der Tanke (zum Tankmann: "Neues Auto, ich weiß nicht, wo der Deckel ist, ich weiß nicht, wie er aufgeht, ich weiß nicht, was reinkommt, aber einmal volltanken, bitte!" gut, dass ich mal wieder ein Kleid anhatte :) )ging es dann auch schon los, haben uns sogar kein Mal verfahren (Köln ist ne gute Übung) und alle waren ein bisschen überrascht, wie ich so kompetent Auto fahren kann, wo ich doch sonst so verpeilt bin. Tja, was soll ich sagen. Mutters Kind.
Essen war lecker, endlich mal wieder richtiges Besteck, auch wenn die Suppe ein bisschen kalt und die Gläser nicht poliert waren. Ich glaube langsam, dass wir das einzige Land sind, in dem das alles so genau genommen wird. Ganz ehrlich? Ich mag es. Es hat was. Wenn ich ein schmieriges Glas will, kann ich auch auf dem Hof bleiben, hands down. Dafür muss ich mich nicht nach Reykjavík schieben und mich richtig anziehen und DANN auch noch Make-Up auflegen. Also wirklich, all der Stress für unpolierte Gläser? Ich glaube kaum. ;)
Sonst war es aber trotzdem schön, und weil Cheffe gerade so in Spendierlaune war, kamen auch noch ein paar Drinks in der nächsten Bar dazu. Endlich haben wir uns wieder gefühlt wie Menschen. Und als dann auch noch Vikinger vor der Scheibe der Bar herliefen, wusste ich, ich bin in Island (Halloween-Kostüme natürlich... was denkst du denn?).

Ich war überrascht, dass ich mich tatsächlich bis 1 Uhr wachhalten konnte, bin dann aber auch sofort ins Bett gefallen, als wir zu Hause waren. Und weil man es gar nicht mehr gewohnt ist, musste ich so viel Schlaf nachholen, dass ich gestern total k.o. um 19:30 Uhr ins Bett gefallen und um 7 Uhr totmüde aufgestanden bin... Jaja, soviel dazu. Zwischendurch ein paarmal gestresst aufgewacht, weil ich dachte, Touristen verloren, Zäune nicht geschlossen und Pferde auf die falsche Wiese gertieben zu haben. For real. Einmal wollte ich sogar anfangen zu reden (auf Englisch natürlich...), weil ich wirklich dachte, ich hätte aus irgendeinem Grund Touristen in meinem Zimmer. Und die vergessen, weil ich einfach eingepennt bin. So weit ist meine Psyche schon den Bach runter.

Morgen habe ich frei, dann werde ich mal der berühmten Blauen Lagune einen Besuch abstatten und meiner Haut eine Salzbehandlung gönnen. Der Wind ist nämlich zwischendurch nicht ganz ohne, einer meiner Handschuhe ist ihm schon zum Opfer gefallen, als er unbemerkt weggeweht und nicht mehr gesehen ward. Und so ist auch mein Gesicht zu weilen etwas rötlich (also sehr rot) und ein bisschen beauty tut ihm bestimmt ganz gut!

Beste Grüße, Julia

Ach ja, und den zweiten Schnee hatten wir auch schon. Ätsch.