Meine Erlebnisse und hoffentlich Abenteuer möchte ich hier mit euch teilen, und außerdem natürlich gerne in Kontakt bleiben!
Über Kommentare freue ich mich immer und versuche auch, zu antworten!





Monday, January 10, 2011

Experiment Wäsche

Wer mich auch nur ein bisschen kennt, wird nicht überrascht sein, wenn ich erzähle, dass ich heute morgen ganz erstaunt festgestellt habe, dass ich keine Socken mehr in der Schublade habe. Upps. Zum Glück hatte ich frei, da tuns auch die puscheligen rosa-lila-gestreiften. Trotzdem bin ich ja von Natur aus eher ein bisschen bequem, und so kam es, dass ich dann einfach alles in einem Aufwasch erledigt habe. Wen stört es schon, wenn die Socken und Unterwäsche ein bisschen verwaschen. Und dann habe ich natürlich auch brav alles in den Trockner gesteckt. Ist auch alles trocken. Irgendwie muss wohl trotzdem was schiefgegangen sein, denn das hier habe ich aus dem Trockner gefischt:

Vielleicht dehnen die sich ja wieder. Ansonsten schenke ich die den Schlümpfen, die richtige Farbe haben sie ja schon :) (blau waren sie schon vorher, bitte keine falschen Schlüsse...)

Nur so zwischendurch, als kleiner Lacher.
Beste Grüße, eure Julia

Tuesday, January 4, 2011

Es gibt Fleisch, Baby

Die, die mich kennen, wissen: Ich esse gerne. Die, die mich ein bisschen besser kennen, wissen: Ich esse gerne Fleisch. Manchmal führt das zu ein bisschen Unverständnis oder auch mal einer Frotzelei. Jetzt weiß ich: Ich bin nicht allein.

Wir wollten uns endlich mal wieder was gönnen und außerdem galt es, meine Kollegin Johanna gebührend zu verabschieden. Wir vier Mädels, die hier noch über waren, wollten also essen gehen.
Schon auf der Hinfahrt wurde mir klar: Heute gibt's Fleisch. Als wir dann in der Stadt waren, wurde mir zur Rechten und Linken jedes Steakhaus und Restaurant inklusive ihrer Fleischqualität erläutert. Im Restaurant selbst drehnte sich die Diskussion nur um Fleisch; lieber ein T-Bone-Steak oder doch Tenderloin vom Beef? Als entschieden war, näherte sich die junge, blonde, weichgespülte Kellnerin und fragte nach unserem Begehren. Das erste Steak nahm sie noch gelassen hin. "How would you like your meat?" "Red." Pause. Ein Blick. "How?" "Rare!" Mit einem absoluten Pokerface (dachte sie) schrieb sie. Nachdem das zweite und dritte rohe Steak gefolgt und zu guter letzt noch ein medium rare Tunasteak dazugekommen waren, war sie völlig fertig und ich stolz auf sie, dass sie nicht auf den Tisch gekotzt hatte. Als das Essen dann kam, lugte auch die Gruppe von mittelalten Herren neugierig herüber, als sie stapelweise rohes Fleisch unter den Nasen der vier blonden Mädels verschwinden sahen.

Für das Essen? Mastercard. Das Erlebnis? Unbezahlbar!

Und wie Lena so schön sagte: Es muss bluten. Jawoll und Amen, Schwester!


Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr, hoffe, ihr hattet einen guten Rutsch und haltet auch schön alles ein, was ihr euch vorgenommen habt.

Allerliebste grüße und beste Wünsche, eure Julia


Sunday, December 26, 2010

Merry Christmas





Heute ist der 26. Dezember und ich hoffe, ihr habt alle schöne Feiertage verbracht. Bei uns war es recht geruhsam, wir haben gestern unsere private Weihnachtsfeier gehabt, da wir am 24. 22 Gäste hatten, die bespaßt werden musten. Jetzt genießen wir das süße Nichtstun, nachdem wir gestern einen Weihnachtsritt gemacht haben, der sogar im Schnee stattfinden konnte! Es war wunderschön und ich bin froh, dass ich immer noch gerne reite, obwohl ich jeden Tag nichts anderes mache. Solange ich noch Spaß daran habe, ist alles ok. Heute schüttet es aus Kübeln und es sind Sturmwarnungen ausgesprochen, also freuen wir uns, dass wir drinnen bleiben können. Nur zwei Pferde müssen wir später einfangen und in den Stall bringen, damit wir morgen wieder ein "herd horse" haben.
Meine liebe Kollegin Johanna hat das Packen angefangen, sie verlässt uns am Dienstag, und dann bin ich ganz alleine hier. Ich hoffe, dass ich nicht zu einsam werde!

Meine Familie hat mir über die Feiertage doch mehr gefehlt als erwartet (das muss ich jetzt hier mal so öffentlich zugeben) und ich weiß jetzt, dass meine Abwesenheit über die Festtage nicht zur Gewohnheit wird. Auch wenn es mit den Mädels ganz nett war, ist es kein Vergleich.

Morgen habe ich auch noch frei, weil ich ein Glückspilz bin. Ob ich dann auf dem Kopf stehe und lache, mir an den Füßen spiele oder mich bei dem Hundewetter auf nach Reykjavík mache, wird sich noch zeigen, aber mit so vielen freien Tagen auf einmal kann ich garnichts anfangen!

Hier jetzt noch ein paar Impressionen von den Weihnachtstagen.
Bis dahin, genießt all euren Urlaub, eure Julia



Johanna und ich mit unseren Bildern



Weihnachtsritt auf Lyfting



Unser privates Menü



Glóa und ich nach der letzten Tour am 24., die Weihnachtsmütze hab ich ihr aufegzwungen, fand sie aber toll!


Unsere Pferde vor den eingeschneiten (!!) Bergen :)

Thursday, December 16, 2010

...und die Moral von der Geschicht?

...leere dein Whiskyglas nicht.

Das lernte ich heute bei Siggi, unserem Nachbarn. Es war das erste Mal, das ich in original isländische Gemächer eingedrungen bin. Und es war cool!
Wir wurden von unserm Nachbarn Siggi eingeladen, doch endlich mal wieder vorbeizukommen. Siggi ist um die 65, wir reiten immer durch seine Farm und ab und zu kommt er bei uns vorbei, steigt mit einer Zigarre vom Pferd, das er keuchend an den Zaun bindet, und genießt ein Schwätzchen mit Geert. Siggi spricht isländisch, zu allem und jedem, egal, ob er da kann oder nicht. Einfach nicken und ja sagen. Englisch kann er nicht, nichtmal schwedisch, obwohl mir da ja auch nicht weiterhelfen würde. Es war also ein recht unterhaltsamer Abend, sein Kater war seehr angetan von unseren Streicheleinheiten und am liebsten hätten wir ihn eingepackt. Es wurde, soweit ich da verstehen konnte, über den Milchkuhbestand in Deutschland gegenüber der Schweiz gefachimpelt, da konnte ich jetzt nicht so mitreden (jaja, immer diese Sprachbarriere...) und habe mich lieber mit Lena und Ida in die Hengstzeitschriften von 2004 und 2006 vertieft, die wir auf dem Wohnzimmertisch auftaten. Ich habe heute Abend tatsächlich einiges über Isländer (die Pferde) gelernt, und es wurde zunehmend amüsanter, je öfter Siggi uns den guten Whisky aus der Plastikflache nachschenkte. Da es heute ziemlich kalt und ich ordentlich durchgefroren war (mein Auslachen wegen meiner Dusche hatte ich mir schon abgeholt, Zitat: "go to the stable and roll around in the hay, then you are properly dressed to go to Siggi's"), tat der Whisky überraschend gut, die bernsteinfarbene Flüssigkeit rann meinen Hals hinunter und wärmte alles, was sie auf dem Weg traf. Delicious! Als die Katze irgendwann unwillig von Idas und meinem Schoß sprang, hätte ich es merken sollen, dass ich das Glas nicht mehr leermachen sollte. Denn Siggi schenkte fleißig nach, er war ja schließlich auch schonmal in Köln gewesen! Also skál, hoch die Tassen/Gläser!

Ich muss sagen, man kommt aus der Übung. Für meine Skifahrt muss ich auf jeden Fall vorher trainieren, koste es, was es wolle. Wortwörtlich.
Ich wurde dann von Lena und Ida im Hotel abgesetzt, wo ich heute Nacht alleine bin, da meine Mitbewohnerin Johanna morgen frei hat und heute Nacht in Reykjavík schläft. Probe für Januar, also. Mal sehen, wie das wird. So sehr mitbekommen habe ich es noch nicht, denn die Moral von der Geschicht?

Leere dein Whiskyglas nicht!

Skál og god natt!

Tuesday, November 23, 2010

Durchziehende Wolke :)


Hihi :)


Kleine Frostbeule! Der Noir würde sich freuen...


Die Uhrzeit? 8:50 Uhr. Am Morgen.







Nähme ich Flügel der Morgenröte...

Irgendwer neidisch? :)

Riding in a Winterwonderland

Die Zeit vergeht und es wird Weihnachten! In unserem Hotel wurde die Weihnachtsdeko hervorgekramt und es ist sehr gemütlich dekoriert. Dass es erst Mitte November ist, stört außer Dani und mir irgendwie niemanden, allerdings gibt es am Samstag den berüchtigten ersten "christmas table", eine Büffet, zu dem etwa 30 Leute erwartet werden. Das Büffet findet an jedem Adventswochenende statt, und da wollte man die Deko natürlich vorher angebracht haben. Es werden auch schon seit etwa anderthalb Wochen fleißig Kekse gebacken, aber ich bin noch gar nicht in Stimmung dafür. Irgendwie ist das noch zu früh!

Ich habe einen Erfolg auf anderer Linie zu verzeichnen - ich habe mein erstes Hufeisen auf einen Huf genagelt! Das war schon ein Erlebnis und ich hoffe, ich lerne da noch mehr drüber.

Heute war ich dabei, als Carro das erste Mal ein Jungpferd geritten hat. Die jungen Pferde werden an den Handpferdgurt eines anderen Pferdes geschnallt, das wiederum das Handpferd eines Führpferdes ist. Ich saß auf dem Führpferd und war quasi der Führer (haha), denn Carro hatte zwar Zügel, die aber in ein Knotenhalfter eingehakt waren und damit keinerlei Einwirkung auf das Pferd geben. Da die aber sowieso noch keine Hilfen kennen, ist es auch egal. Zum Glück war Viðja aber total gechillt, sodass die kleine Runde sogar mit ein bisschen Trab bzw. Tölt aufgepeppt werden konnte! Ist schon was besonderes, und viel Verantwortung. Wenn das junge Pferd anfängt zu rennen und das mittlere Pgferd mitgeht, muss ich so gut festhalten, dass mir der Zügel nicht aus der Hand rutscht und ich beide bremsen kann.
Dazu ein passendes Zitat, mit dem ich auf diese Aufgabe vorbereitet wurde: "My life is in your hands. No matter what happens, you never let go of the handhorse. If you let go, I will be stuck on the horse until I fall off."
Zum Glück hat sich das (sehr, sehr niedliche!) Stütchen dazu entschieden, ein gutes Gesicht zum blöden Spiel zu machen, immerhin fängt jetzt für sie der Ernst des Lebens an! Carro war ganz glücklich und hat sogar ein bisschen freudig geguckt, und ich war ganz glücklich, als wir wieder sicher im Stall waren und ich meinen Sold erfüllt hatte!

Die Natur ist momentan unglaublich, da die Luft sehr feucht war, ist das Wasser über Nacht in weißen Eiskristallen an wirklich allem festgefroren (auch an den Pferden), und es ist ein Winterwunderland entstanden, das seinesgleichen sucht! Besonders im goldenen Licht des Sonnenaufgangs ist es schwer, dieser Natur nicht total zu verfallen. Da treten sogar ignorante Touris in den Hintergrund. Da es so wunderschön ist und uns dabei sogar noch blauer Himmer erfreut, hatte unser Chef die Idee, dass es doch eine gute Idee wäre, jetzt die Fotos für die Weihnachtskarten aufzunehmen. Also mit fünf Leuten auf die Pferde (die mit einem Metallstriegel und einer Wurzelbürste auf Hochglanz geschrubbt wurden) und im Pulk im Tölt über die Ovalbahn! Es war sehr amüsant, mal sehen, welches Foto für die Karten ausgesucht werden. Bin gespannt!

Das war erstmal das Neueste, es tut mir Leid, dass so wenig Fotos kommen, aber das Programm meint es nicht gut mit mir und treibt mich regelmäßig in einen Wutausbruch, da aber auch wirklich gar nichts funktioniert. Das ist sehr frustrierend und bringt trotzdem nichts. Ich werde mal versuchen, ein externes Fotoalbum anzulegen.

Beste Grüße, eure Julia

Sunday, November 14, 2010

Leises Lüftchen

Wind ist, wenn...

...man sich am Sattel festhält, um auf dem Pferd zu bleiben.
...man von einer Böe erfasst und auf die Straße geweht wird.
...man nicht atmen kann.
...man nicht gehen kann.
...man den Müll des Nachbarn auf seinem Grundstück findet.
...man beim Mülleimerausleeren fast vom Deckel des Containers erschlagen wird.
...der Sattelwagen los- und die Böschung runterfährt. Mit Sätteln.
...man den Sattelwagen kaum wieder hochschieben kann. Ohne Sättel.
...man sein eigenes Wort nicht mehr versteht.
...man trotz Stirnband das Meer in den Ohren rauschen hört.
...man das Lenkrad kaum festhalten kann.
...man die Pferdemähne beim Reiten im Mund hat.
...der Wellengang in den Wassertonnen so hoch ist, dass sie überschwappen.
...es den tollsten Sternenhimmel gibt, den man sich vorstellen kann.
...man ihn durch alle Lagen hindurch bis auf die Haut spürt.
...man nicht mehr sprechen kann, weil das Gesicht festfriert.
...man nicht mehr schreiben kann, weil die Finger so steif werden. Ungünstig beim Abkassieren.
...man lustige Töne erzeugen kann, je nachdem, wie weit man den Mund öffnet.
...unsere Leinen durchreißen und die Pferde weg sind.


Liebe ist, wenn...

...man es trotzdem macht.