Wir wollten uns endlich mal wieder was gönnen und außerdem galt es, meine Kollegin Johanna gebührend zu verabschieden. Wir vier Mädels, die hier noch über waren, wollten also essen gehen.
Schon auf der Hinfahrt wurde mir klar: Heute gibt's Fleisch. Als wir dann in der Stadt waren, wurde mir zur Rechten und Linken jedes Steakhaus und Restaurant inklusive ihrer Fleischqualität erläutert. Im Restaurant selbst drehnte sich die Diskussion nur um Fleisch; lieber ein T-Bone-Steak oder doch Tenderloin vom Beef? Als entschieden war, näherte sich die junge, blonde, weichgespülte Kellnerin und fragte nach unserem Begehren. Das erste Steak nahm sie noch gelassen hin. "How would you like your meat?" "Red." Pause. Ein Blick. "How?" "Rare!" Mit einem absoluten Pokerface (dachte sie) schrieb sie. Nachdem das zweite und dritte rohe Steak gefolgt und zu guter letzt noch ein medium rare Tunasteak dazugekommen waren, war sie völlig fertig und ich stolz auf sie, dass sie nicht auf den Tisch gekotzt hatte. Als das Essen dann kam, lugte auch die Gruppe von mittelalten Herren neugierig herüber, als sie stapelweise rohes Fleisch unter den Nasen der vier blonden Mädels verschwinden sahen.
Für das Essen? Mastercard. Das Erlebnis? Unbezahlbar!
Und wie Lena so schön sagte: Es muss bluten. Jawoll und Amen, Schwester!
Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr, hoffe, ihr hattet einen guten Rutsch und haltet auch schön alles ein, was ihr euch vorgenommen habt.
Allerliebste grüße und beste Wünsche, eure Julia
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