Es ist geschafft! Ich bin in Island. Nach einem ereignislosen Flug (nach der Erkenntnis, dass mein zweites Gepäckstück für fast doppelt so viel Geld fliegen muss wie ich... ) landete ich pünktlich in Keflavik. Woran man merkt, dass man landet, wenn man im Dunkeln nach Island reist? Man setzt auf! Von meinem Fenster aus sah man bis auf wenige Lichtpunkte am Horizont keinerlei Zeichen der Zivilisation. Es empfingen mich ein mit Parkett ausgelegtes Gate und schwarze Marmor-Hochglanz-Lavatorien. Nett! Die "Einreise" verlief problemlos, einfachd urch das grüne Tor laufen und man muss nicht einmal seinen Pass zeigen. Für ein nicht-EU-Land ziemlich fortschrittlich. Im Prinzip weiß also keiner von denen, dass ich hier bin. Schnell den Flybus ausfindig gemacht und das erste Mal mit isländischem Geld bezahlt, 2500 waren da schon fällig. Eigentlich günstig, wenn man Komfort des Reisebusses und die "Frei-Hauslieferung" mit einberechnet. Und ja, ich konnte mein ganzes Gepäck alleine bewegen! Nett wie der Busfahrer war, hat er mir bei meiner Ankunft um 2 Uhr an der Herberge tatsächlich geholfen, den zweiten Koffer zum Eingang zu rollen. Das fand ich echt nett.
Das Einchecken verlief erfolgreich, man hatte mir tatsächlich ein Bett reserviert und meinen Namen in Neife verwandelt, aber immerhin. Ich muss doch zugeben, dass ich wegen der Reservierung leise Zweifel hatte. Das fängt doch ganz gut an!
Ich beglückte also meine 5 Zimmernachbarn um 2:15 mit meinem Einzug, dem meiner Geige, eines Koffers (der andere ist im Storage verschwunden), meiner Handtasche, meiner Laptoptasche und meiner Bettwäsche, die natürlich dann direkt erstmal benutgzt werden musste. Trotzdem habe ich bei der ganzen Aktion keinen wachgemacht.
Die ganze Nacht wunderte ich mich dann, wie eine Frau SO schnarchen kann, siehe an, es wird hell - es ist ein Mann. Als ich dann in Unterwäsche durchs Zimmer lief, wurde mir klar, dass ich in einem gemischten Zimmer gelandet war - glücklicherweise war ich der erste Frühaufsteher (Mama! Lies genau!!). Jetzt also ab auf Nahrungssuche und dann werde ich auch schon abgeholt. Mal sehen, ob das auch so gut klappt!
Die Jugenderhebrgstoilette ist übrigens nicht so schön wie die auf dem Flughafen. Angeber.
1. Ich bin verdammt stolz auf dich, dass du die deutschen gut im ausland vertrittst und nicht á la ami alle aufwachen lässt ;) und nicht versuchst dein deutsches Geld in dem Spind unter zu bringen!
ReplyDelete2. Ich wünsche dir natürlich, dass alle so nett und freundlich zu dir sind wie der Busfahrer, was ausserhalb Deutschlands wohl kein problem sein dürfte;)
Im übrigen habe ich diese nacht deine ganze Reise im Traum verfolgt!
Grüße und Küsse